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Palais F*luxx

Online-Magazin für Rausch, Revolte, Wechseljahre

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Tatsachenreport


Erstes Mal allein im Club

Mein Mann und ich haben seit Kurzem beschlossen, unsere Beziehung zu öffnen. Seit wir zusammen sind, sind wir offen für andere Menschen und haben auch schon so einiges ausgelebt. Bisher allerdings immer zusammen. Mittlerweile ist das Vertrauen zwischen uns so tief und unsere Verbindung so stark, dass wir uns gegenseitig mehr Freiheit geben wollen.

Heute gehe ich das erste Mal alleine in unseren Lieblingsclub. Gemeinsam waren wir schon oft dort. Ich kenne den Laden gut und fühle mich ausgesprochen wohl da. Aufgeregt bin ich trotzdem, als ich den beiden Türstehern mein Impfzertifikat zeige. Alles wie gewohnt am Eintritt, kurzer Plausch mit der Kassendame, Garderobe abgeben, Treppe hoch. Ich habe extra die nicht ganz so hohen Hacken angezogen, um trittfest zu sein. Auch sonst ist mein Outfit sexy, aber nicht gewagt. Ich weiß ja nicht, ob ich mich vielleicht abgrenzen oder gar aus einer unangenehmen Situation herausmanövrieren muss. Da will ich gewappnet sein.

         Ich drehe erst einmal eine kleine Runde, schau mir die Leute an. Keiner da, den oder die ich kenne. Auch ok. Ich hole mir was zu trinken, werde von jemandem angesprochen, an dem ich definitiv kein Interesse habe. Ich will nicht gemein sein und unterhalte mich kurz mit ihm, verabschiede mich dann aber freundlich und bestimmt. Ich beobachte die Leute auf der Tanzfläche, lasse die Atmosphäre auf mich wirken. Ich genieße es, machen zu können, wonach mir gerade der Sinn steht. Wenn wir zu zweit oder mit Freunden hier sind, hänge ich immer in der Gruppendynamik. Heute nicht. Das hat was!

         Ich gebe mir einen Ruck und gehe auf die Tanzfläche. Die Musik inspiriert mich gar nicht mal so sehr. Aber irgendwie ist es schön, sich inmitten dieser gut gelaunten, aufgebrezelten, etwas freakigen Menschen hin und her zu wiegen. Ich tanze ohne Ziel, ohne Absicht, mit der Gewissheit, in der Menge angenehm unterzugehen. Nach vielleicht fünf Minuten fällt mein Blick in zwei offene Handflächen. Ich schaue mir den Mann dazu an. Soll ich? Mein Bauchgefühl hat nichts dagegen einzuwenden, mein Kopf hat gerade Urlaub. Ich bin ganz bei mir, in meinem Körper. Ich lege erst eine Hand in seine, dann auch die andere. Es fühlt sich gut an. Er kommt näher, nimmt mich in den Arm. Ich checke kurz, ob irgendwelche Alarmglocken in mir läuten, aber nein, alles still innen drin. Außen ist es laut, die Musik lässt keine Unterhaltung zu. Also verlasse ich mich weiterhin auf mein Gefühl und das sagt mir, dass mein unbekannter Tänzer eine sehr schöne Energie ausstrahlt. Er hält mich genau richtig im Arm, hat die perfekte Mischung aus Entschlossenheit und Zurückhaltung. Die Sache wird jetzt heiß. Wir tanzen immer enger, seine Hände wandern, meine auch. Ist das eine Erektion, was ich da spüre? Er dreht mich um und steht jetzt hinter mir. Wir tanzen weiter, seine Hände liegen auf meinen Brüsten. Das ist definitiv ein Ständer, der da an meinen Po drückt. Ich greife nach hinten, streiche an seinen Flanken entlang. Eine Hand wird mutiger und wagt sich hinter seinen Hosenbund. Da ist sie, die Erektion, wusste ich’s doch. Das macht Spaß, und ist gleichzeitig extrem hot… Er dreht mich wieder zu sich, unsere Lippen finden sich und starten eine wilde Knutscherei. Mein Kopf ist definitiv sehr weit weg: Er hätte mich sonst längst empört gefragt, ob mir das denn nichts ausmacht, dass das alle Leute sehen können!

         Hier ist es allerdings egal, was die Leute denken, weil sie alle wegen der gleichen Sache da sind. Es ist einer dieser sexpositiven Clubs, in denen es die Möglichkeit gibt, gleich vor Ort Sex zu haben. Bevor ich fragen kann, ob wir nach oben gehen, fragt er mich…

Einmal mehr bin ich unendlich dankbar für die große, vertrauensvolle Liebe zwischen meinem Ehemann und mir, die mir solch unfassbar schöne Erlebnisse ermöglicht!

U., 47 Jahre

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