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Tatsachenreport

Sextrine

Obwohl ich wirklich so ziemlich alles sexuell ausprobiert habe, auch mit dem anderen Geschlecht, würde ich sagen, dass ich eine ziemliche Sextrine bin. Warum? Ich springe ganz selten von allein an. Auch für mich allein nicht, obschon ich seit frühester Jugend weiß, wie man es sich selbst orgastisch vortrefflich einrichtet.
Aber ich brauche immer einen Anlasser, am besten einen Abenteurer im Bett, aber so einen, der einem liebend Lust macht und eben nicht lumpig lästig fällt. Einen, der sich so charmant und geschickt ranrobbt, dass man einfach nicht widerstehen kann, ob man nun hot ist oder eben nicht. Ich bin es ganz oft nicht, von Natur aus ungeil. Dennoch mag ich Sex und liebe Dominanz im Bett, also jemanden, der stärker ist als ich, nicht unbedingt körperlich, eher willentlich; gleichzeitig mag ich keine Gewaltnummern, also nicht diese Art Dominanz, sondern self-awareness. So würde ich es nennen. Fettes unangestrengtes Bei-sich-sein, damit es mit Humor zugehen kann und spielerisch zugleich, ein Abenteuerspielplatz eben. Dann kann ich mich durchaus ordentlich wie eine Lustmolchin hingeben. Und schaue postkoital verwundert nach, wer da grad so sexhigh war.
Wobei ich in letzter Zeit eine Diskrepanz wahrnehme, die mir nie so bewusst gewesen ist, die aber zu meinem verschwiegenen Liebeslebenmotiven passt. Denn bei all meiner Dominanzsehnsucht, die ich vom anderen im Akt gestillt haben möchte, bin immer ich es in meiner inneren Bilderwelt, die penetriert, und nicht die, die penetriert wird. Wo auch immer. Ist das interessant? Das ist es, denke ich.

B. 57


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