Close

Tatsachenreport

Schlafes süße Schwester

Just gestern wurde ich wieder einmal mitten in der Nacht wach, spürte noch meine Lenden sanft zucken und erlebte überrascht die letzte Süße eines orgastischen Moments, von dessen Ausläufern ich noch schlaftrunken kosten durfte. Für so etwas braucht man besser ein Bett für sich allein. Besser noch ein Zimmer für sich allein. Nein, es ist nicht die durchaus zart empfundene Scham dem tiefschlafenden Partner gegenüber, es ist die nachtschwere Lust, die man ausbremsen muss, nun unverzüglich dort weiterzumachen, wo man sich gerade herausgeträumt hat. Welcher Bettgenosse schläft schon so tief, dass man sich ungehört unerhört mit sich selbst vergnügen kann? Wie man überhaupt  jede Form der Selbstbefriedigung genüsslicher mit sich alleine praktizieren möchte, ja, sonst wäre es auch keine reine, eben jene, nicht nur in menschlicher Distanz, sondern in räumlicher dazu. Ich kann mich in meiner ausschließlich eigenen Gegenwart einfach besser gehen lassen. Hingabe an sich selbst als schönste Feier im freien Kämmerlein. So geht es mir übrigens auch mit dem Denken, Schreiben und Musikhören. Wer wusste das nicht besser als Virginia Woolf daselbst. Worüber sich grad heuer zwei schöne, kluge Damen unterhielten, auf der Chanel-Plattform als Podcast anzuhören: Charlotte Casiraghi und Keira Knightley. Und wow, diese Stimme und das Timbre von Charlotte … och, ja, doch, da wäre dann doch noch Platz für so bestimmte Sachen im Kopfkino in meinem Zimmer für mich allein…

B., 57 Jahre


Der »Sex der Woche« wird anonym veröffentlicht. Wenn Du erzählen möchtest, wie es bei Dir kürzlich war, mail uns (mit Angabe Deines Alters) unter: text@palais-fluxx.de.
Und: Schick uns Deine drei liebsten Sex-Songs für die Playlist!
Schreibt einfach eine Mail

Schönes Schmachten – die Playlist zum „Sex der Woche“

Close