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Palais F*luxx

Online-Magazin für Rausch, Revolte, Wechseljahre

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Tatsachenreport


Ich hatte also schlimm große Lust auf Sex, da ich schon etwas länger keinen anständigen mehr gehabt hatte. Zudem hatte ich jede Menge Ansprüche, es sollte unproblematischer, zuverlässig guter, sehr heftiger Sex sein, einfach weil ich in einem Alter und einem desolaten Zustand bin, in dem ich ja auch keine Energie mehr für mindergute Pralinen habe. Geprüfter 1A-Sex also, den brauchte ich, und das hat natürlich seinen Preis: Ich musste meinen Stolz über Bord werfen und einen ehemaligen Liebhaber aktivieren, der wegen doofen Verhaltens meine Aufmerksamkeit an und für sich überhaupt nicht verdient hatte.

Seine Vorteile jedoch, ach, die verdammten Vorteile: ausgesprochen leckerer Körper, perfekter Schwanz und erstklassige Leistung im Bett.  

Die Vorarbeit, die ich dieses Mal zu erbringen hatte, war mühevoll. Nach Monaten des Hin und Her wegen unserer terminlichen Probleme war ich schließlich kurz vorm Aufgeben, dabei rattig scharf und zugleich höchst genervt, weil er nicht wie der Teufel hinter mir her war. Insgesamt eine sehr unglückliche Kombination. Aber wer ficken will, muss freundlich sein, deshalb hielt ich durch, bis schließlich tatsächlich ein Zeitfenster für uns aufploppte und er in meiner Küche stand. Er tat dann auch genau das Richtige, bekochte mich (wie damals vorzügliche Shakshuka), wir betranken uns zügig, knutschten und hatten anschließend übergangslos exakt den gleichen großartigen Sex, den wir das letzte Mal vor drei Jahren hatten, ohne lästiges Vorspiel oder Anlaufschwierigkeiten. Er konnte, wie früher, auch gleich noch ein zweites Mal, bezahlen Sie eines, nehmen Sie zwei, herrlich.  

Um 4:00 Uhr morgens schließlich verließ er das Haus, er hatte noch anderes zu tun, nämlich am Vormittag seine Ehefrau sonst wohin chauffieren. Kurz war ich pikiert, aber als ich in tiefer, eiskalter Nacht im offenen Morgenmantel vor der Haustür stand, um ihm zum Abschied nackt zu winken, dachte ich: So schlecht ist es nun wiederum nicht, dass er jetzt geht, denn beim Frühstück sprechen, das mag ich überhaupt nicht.

U, 59 J.

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