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Tatsachenreport

Ob das Bett groß genug sein würde für drei?

Was sich da für die weitere Gestaltung des Abends abzeichnete, fühlte sich sehr vielversprechend nach Pubertät 2.0 an. Wir – mein alter Kumpel Martin, seine Freundin Lea und ich – standen in der Küche, waren inzwischen bei der zweiten Flasche angelangt und hangelten uns noch immer relativ erfolgreich am eigentlichen Thema des Abends vorbei. Würden wir die Sache nun angehen und alle miteinander ins Bett umziehen oder würde uns der Mut fehlen?

Können wir uns wiedersehen mit wenig an?

Nach unserem letzten Treffen, eher zufällig kurz vor dem Lockdown in einer Kneipe, waren wir mit einem vorsichtig sprühenden Funken auseinandergegangen. Unser Plauderthema „Wie war der letzte Urlaub?“ hatte eine interessante Erzählung über die jüngsten Sommererlebnisse des Paares in einem beschaulichen südfranzösischen Ort zutage gefördert, der in einschlägigen Foren als „Swinger-Paradies“ gehandelt wird. Mit großem Interesse hatten wir uns unterhalten, das Thema vertieft, waren auf Nebengleise geraten und wieder zurückgekehrt – und kurz nach dem fröhlich-beschwingten Abschied war eine Kurznachricht aufgeplingt: „Weißt du, wir fänden das schon schön, wenn wir uns bald wiedersehen würden. Am liebsten bei dir und mit einer Flasche Champagner und mit wenig an.“

Wir dachten, wir seien Megaprofis der Sexperimente

Irgendwie hatten wir uns wohl alle für Megaprofis bei Sexexperimenten mit mindestens drei Teilnehmenden gehalten … und im Laufe des Folgeabends kichernd herausgefunden: Nee, sind wir gar nicht. Aber dafür maximal neugierig und ausgesprochen interessiert. Und so war die Unterhaltung noch anregender als am ersten Abend und wir uns alle nach wie vor ausgesprochen sympathisch. Nach der dritten Flasche traute sich dann auch endlich auch der Funken aus seinem Versteck: Wir zogen uns aus und in das angenehm geräumige Bett um. Vorsichtiges Tasten, Fühlen, Berühren – oh, so viele Hände!! oh, so viel Haut! äh, und welcher Körperteil gehört jetzt zu wem? – Küsse, Flüstern, Feuchtigkeit, viel Leichtigkeit und viel Neugier: All das hatte in dem großen Bett Platz. Die magische Grenze zwischen dem funkensprühenden Herantasten und dem multiplen Hecheln über die Ziellinie ließen wir allerdings unberührt. Ob’s am Fläschchen zu viel lag – oder an dem Gedanken, das außergewöhnliche Erlebnis nicht zu schnell mit zu viel Tempo belasten zu wollen? Wer weiß. Wir sind auf jeden Fall wieder verabredet.

S., 53


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