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Palais F*luxx

Community für Rausch, Revolte, Wechseljahre

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All-Time-Bücher. Immer gut zu lesen.

Zeichnung einer Frau mit langen dunkelblonden Haare und Brille vor einer Bücherwand. Sie hält ein Buch in den Händen (KI-generiert)
Buchcover "Vergessene Heldinnen" von Stefanie von Wietersheim

So viel spannendes Wissen, so viel zu gucken, so viele tolle Frauen. Ada Lovelace und Hedy Lamarr werden viele kennen, von Elly Heuss-Knapp und Annemarie Renger habt ihr bestimmt auch schon gehört. Aber was ist mit Betty Halbreich, der Königin der Verkäuferinnen? Oder Antonia Brico, der Maestra? Kennt ihr Madeleine Castaing, eine Frau wie eine Farbe? Die Kulturwissenschaftlerin Stefanie von Wietersheim widmet ihnen und vielen anderen, fast immer unbekannten Frauen ein wunderbares Buch. Sie nimmt uns mit auf Heldinnenreisen, die uns inspirieren und Vorbild sein können, um Widerstände zu überwinden. Das Sachbuch ist spannend zu lesen und wunderbar anzugucken. Das moderne Layout macht Spaß und leitet entspannt durch die unfassbar vielen Informationen. Insgesamt eine reich bebilderte Hommage an Frauen, die die Welt veränderten. // KS

Herz aus Stacheldraht

Seit zehn Jahren reist die mehrfach ausgezeichnete Kriegsreporterin u.a. nach Syrien, Afghanistan, Palästina, Libanon, der Ukraine, spricht und begegnet Menschen vor Ort, begibt sich in Gefahr – unermüdlich. In einem Geflüchtetenlager in Idomeni schenkt ein kleines Mädchen ihr ein Herz aus Stacheldraht : Aus einem Symbol der Abschottung, formte das Kind ein Geschenk der Wertschätzung – und das obwohl ihr tagtäglich grundlegende Menschenrechte entzogen werden. Sophia Maiers Buch ist ein Protokoll unserer Zeit, sie schreibt einfühlsam über Menschen – jenseits von Statistiken – über ihre Träume, von Verlust, Flucht, Würde, Widerstandskraft und Hoffnung – unter widrigsten Umständen. Sie räumt auf mit dem „Mythos des guten Westen“, zeigt die blinden Flecken der westlichen Politik, hinterfragt die Doppelmoral, und beruft sich immer wieder auf die Menschenrechtskonventionen, auf Menschenrechte, das Völkerrecht. 
Große Leseempfehlung! // SN

Buchcover "Herz aus Stacheldraht "von Sophia Maier
Buchcover "Das gefährliche Alter" von Karin Michaelis

1910 wurde der Roman der dänischen Schriftstellerin Karin Michaelis erstmals 1910 veröffentlicht. Er gilt als ein frühes feministisch geprägtes Werk und thematisiert die gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen, die sich in der Lebensmitte befinden – dem sogenannten „gefährlichen Alter“. Dazu gehört auch die Protagonistin Elisabeth, die sich mit Mitte 40 in einer Midlife-Crisis ist.
Das Buch ist ein zeitloses Werk über die Suche nach Selbstbestimmung und die Herausforderungen, die Frauen in einer von Männern dominierten Gesellschaft bewältigen müssen. Die Themen sind bis heute aktuell: die Frage nach der eigenen Identität, der Balance zwischen Pflicht und persönlichem Glück, und der Mut, gegen gesellschaftliche Erwartungen zu leben. // KS

Im Land der Vergessenen

Aliyeh Ataei, geboren in Südiran an der afghanischen Grenze, taucht in die eigene Geschichte ein. In neun eindringlichen Erzählungen gibt sie Frauen eine Stimme: Malalai, die in Teheran auf der Straße angegriffen wird, Anar, die in Kabul Englisch studiert hat, Mahboubeh, der unterstellt wird, Kommunistin zu sein. Ataei schreibt nüchtern, bildlich, autofiktional von Krieg, Flucht, Verlust: „Ich bin nichts weiter als eine Erzählerin des des Lebens und des Krieges“. Dafür erhält sie den Mehregan-e-Adab-Preis für „Bestes Buch des Jahres“. // SN

Buchcover "Im Land der Vergessenen" von Aliyeh Ataei
Buchcover "Hilma" von Sofia Lundberg, Alyson Richman und M. J. Rose

Hilma

Der Roman basiert auf dem Leben der schwedischen Künstlerin Hilma af Klint, die als Pionierin der abstrakten Kunst gilt, lange bevor diese Kunstrichtung von Männern wie Wassily Kandinsky und Piet Mondrian populär gemacht wurde.

Die Handlung springt zwischen Hilmas Kindheit, ihrer künstlerischen Ausbildung, ihrer Arbeit als Malerin und ihrer spirituellen Suche. Der Roman beleuchtet ihre künstlerische Vision und den Mut, gegen die Konventionen ihrer Zeit zu arbeiten und den Herausforderungen entgegenzutreten, denen sie als Künstlerin und Frau gegenüberstand. // KS

Im Herzen der Katze

Während Jina nach dem Mord an Jina Mahsa Amini im September 2022 ständig ihren Instagram-Feed in Südfrankreich aktualisiert und das heimlich erstellte Material ihrer Nichte Nika, die auf den Strassen Teherans protestiert, verbreitet, kommen Erinnerungen hoch. An ihren Roadtrip 2009 durch Iran, an Familie, Gastfreundschaft, Widerstand, heimliche Untergrundparties und Lebensfreude. Khayyer erzählt in ihrem Debüt poetisch, bilderreich von Mut, Solidarität, Verantwortung, Fraussein und Freiheit. Ihre Protagonistin ist Iran – widersprüchlich schön dargestellt. // SN

Buchcover "Im Herzen der Katze" von Jina Kayyer
Buchcover "Toxische Weiblichkeit" von Sophia Fritz

Toxische Männlichkeit kennen wir alle. Sophia Fritz aber schreibt in ihrem gesellschaftskritischen Sachbuch über toxische Weiblichkeit. Also schädliche Verhaltensmuster, Denkstrukturen und gesellschaftliche Erwartungen, die Frauen daran hindern, sich gegenseitig zu unterstützen, selbstbestimmt zu leben oder sich aus traditionellen Rollenbildern zu befreien. Das Buch analysiert, wie Frauen diese Muster oft unbewusst weitergeben und damit das Patriarchat stabilisieren. So provokant und direkt die Autorin auch schreibt, so klar benennt sie die Möglichkeiten, diese Dynamiken zu durchbrechen und eine Kultur der Solidarität und Selbstbestimmung zu schaffen. // KS

Buchcover "Der letzte Himmel" von Alena Jabarine

Der letzte Himmel

Wie lebt es sich auf kleinsten Raum in völlig unterschiedlichen Lebensrealitäten? Die Journalistin Alena Jabarine – mit palästinensischen Wurzeln und deutsch/israelischer Staatsbürgerschaft – geht 2020 nach Ramallah, um zu verstehen was „Palästina“ bedeutet. Alena Jabarine schreibt einfühlsam von Lebensfreude, Geborgenheit, Widerstand auf beiden Seiten der Mauern. Von der lebendigen Kultur Palästinas und von einer Grenze, die „dieses Land in zwei Welten teilt – mit großen Unterschieden, was die Rechte, die Lebenserwartungen und auch den Status in den Augen der Welt angeht“ (ullstein.de). // SN

Buchcover "Die Frau der Stunde" von Heike Specht

Der Roman von Heike Specht spielt in den späten 1970er-Jahren in Bonn und erzählt die Geschichte von Catharina Cornelius, einer jungen Frau, die sich in einer von Männern dominierten politischen Welt behaupten muss – und wird. Die Zeit ist geprägt von politischen Umbrüchen, der RAF-Terrorismus und die Frauenbewegung gewinnen an Fahrt.
Als Catharina zufällig in einen politischen Skandal verwickelt wird, nutzt sie ihre Insiderkenntnisse und ihren Scharfsinn, um sich Gehör zu verschaffen. Sie kämpft sich in einer Welt voller Intrigen, Machtspiele und Vorurteile nach oben – und wird so zur „Frau der Stunde“, die mit Mut und Klugheit die politischen Ereignisse mitprägt. // KS

Buchcover "Lieber Sohn oder So rettest du die Welt" von Emilia Roig


Lieber Sohn oder So rettest du die Welt

Radikale Fürsorge – darüber schreibt die promovierte Politikwissenschaftlerin, Autorin und Speakerin Emilia Roig. Und plädiert in ihrem Brief an ihren Sohn, diese in den Fokus unseres Wertesystems zu stellen. Sie entwirft eine neue Ethik des Seins in Krisenzeiten: „Radikale Fürsorge ist deshalb eine Einladung, das Leben in allem, was uns umgibt, wahrzunehmen und zu achten“ (br.de). Und sie sucht nach Gesellschaften, die nicht Wettbewerb und Effizienz priorisiert haben, sondern das Miteinander. // SN

Buchcover "Das achte Leben 8für Brilka)" von Nino Haratschwili


Das können wir uns nicht leisten



Persönlich, politisch und kulturell – Miriam Davoudvandi schreibt über Armut. Darüber „was es bedeutet in Deutschland arm zu sein“. Etwa 13,3 Millionen Menschen galten laut Statistischem Bundesamt 2024 als armutsgefährdet – 16,1 Prozent der Bevölkerung. Die Journalistin, Moderatorin, Podcasterin (Danke gut. Podcast über Pop und Psyche) – geboren in Bukarest als Tochter einer Rumänin und eines Iraners – schreibt darüber wie es ist arm aufzuwachsen. Schreibt von Scham, vom TV als Fenster zur Welt, über das Internet das „Teilhabe“ ermöglicht. Darüber dass Armut politisch gewollt ist, ein Ergebnis politischer Entscheidungen: „ Arme Menschen, Geflüchtete, sogenannte Totalverweigerer funktionieren seit jeher als Ablenkung“, so Davoudvandi in einem Interview mit Surplus-Magazin. 
Und sie erzählt vom sozialen Aufstieg, der im Inneren nicht ankommt. Von Kommilitoninnen, die „broke“ sind, dennoch um das Back-up ihrer Eltern wissen, darüber wie es sich anfühlt, wenn diese Option nicht existiert. Keine klassische Milieustudie, stattdessen eine klare Auseinandersetzung mit Klassismus, der Gewalt eines Systems und wie sie wirkt. // SN

Bestellen könnt ihr all unsere Buchempfehlungen bei unserer Lieblingsbuchhandlung Menger in Berlin. Oder ihr kauft die Bücher in eurer lokalen Buchhandlung.







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