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Viva La Vulva!

Die Feiertage ziehen sich, die Familie zerrt an den Nerven? Dann kommt zu uns! Für eine kleine Auszeit zwischendurch haben wir eine Sex-Woche am Start! Jeden Tag ein neues Glück.
Und womit lässt sich eine solche Feier-Woche besser eröffnen, als mit einem Blick auf die elementarste aller Öffnung?! Wir stellen Euch vier Instagram-Accounts vor, die sich der Vulva verschrieben haben. Und dem Ziel, diese zu feiern.
Wenn so viel „Maria“ nicht zu Weihnachten passt, dann wissen wir auch nicht weiter!


Happy Happy Ding Dong

Hinter happyvulva verbirgt sich eine „Vulva Artist (she/her). Bevor sie begann, Vulven am Rechner zu zeichnen und sie gleich einer Comicfigur in Alltagsszenen zu zeigen, hat sie „analog“ zum Thema gearbeitet. So bietet ihr Account ganz unterschiedliche und auch humorvolle Auseinandersetzungen und Ansichten. Und man ist gespannt, was als Nächstes kommt.
Es gibt Verbindungen zum Vulva-Stammtisch in Berlin und zum Podcast „Vulva im Dialog“.


Kommen Sie näher, kommen Sie ran!

Eine eigenartige Idee, für etwas so lebendiges und täglich neu in allen Facetten seines Daseins leuchtendes wie unsere Vagina ein Museum erschaffen zu wollen. Und doch ist die seit 2017 in London ansässige Einrichtung mit Sicherheit einer der interessantesten und aufschlussreichsten und auch humorvollsten Orte, die sich mit unserem Unterleib beschäftigen. Kulturhistorisch, medizinisch, ästhetisch, soziokulturell und politisch. Aktuell ist sie – auch wegen ihres Umzugs – geschlossen. Der Insta-Account lässt sich als Überbrückung verstehen, bis Besuche wieder möglich sind. Oder aber auch als großartige Ergänzung, die auch in der Ferne Lust macht, sich auf die unterschiedlichste Weise mit unseren Körpern zu beschäftigen.
Hier gehts zur Homepage des Museums


Codewort „Vulva“

Hier ist die Vulva das verbindende Eintrittsmerkmal. Sex, Gesellschaft und Beziehung sind die Themen, zu denen Frauen sich nach dem Motto „Worüber sollten wir mehr reden?“ austauschen. Am liebsten „in echt“, den Umständen geschuldet, übers Netz. Und weil es um so viele Themen geht, die in den üblichen „Frauen-Medien“ zu kurz kommen, und diese auch anders behandelt werden, ist der Salon ziemlich interessant. Fast zu interessant, als dass wir ihn so hochjubeln, stellen wir gerade fest…


Handarbeit

„Sichtbarkeit für ein zum Schweigen gebrachtes Genital erzeugen“ so lautet die Devise der Person, die sich hinter der Seite www.vulvastic.com verbirgt. Und von der man leider nicht erfährt, wer sie ist. Und so häkelt dieser Mensch Vulva um Vulva. Als Schlüsselanhänger oder für andere Zierde. Und das Hübsche daran, es geht nicht nur um Sichtbarkeit. Die „Perle“ ist ein kleines Glöckchen. Schöne Idee.
Man kann die Vulven erwerben, aber auch darüber hinaus ist die Seite lesenswert, weil noch einmal deutlich wird, wie unglaublich brutal und hirnverbrannt es ist, sie durch Operationen „ästhetisch verbessern“ zu wollen. Der Instagram-Account ist durch die vielen Fotos, die vor allem originelle Inszenierungen der Häkel-Vulven zeigen, eine schöne und vor allem humorvolle Ablenkung für zwischendurch. Nicht nur an Feiertagen.

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