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Palais F*luxx

Online-Magazin für Rausch, Revolte, Wechseljahre

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Frühlingsfrische Bücher für Euch!




Cover "Solange es Frauen gibt, wie sollte da etws vor die Hunde gehen? von Djuna Barnes, Roter Einband mit mit einer Schwarzweißfotografie, auf der eine Frau in schwarzem Mantel zu sehen ist

Als Journalistin hat Djuna Barnes zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Paris und New York die Frauen* der Zeit getroffen und gesprochen. Schauspielerinnen, Frauenrechtlerinnen, Künstlerinnen. Elf ihrer Artikel sind in diesem kleinen, feinen Buch zusammengetragen und man kommt aus dem Feuerregen des Staunens nicht heraus. Eine forsche, beinahe respektlose Fragestellerin und unglaublich eloquente, geistreiche, witzige Gesprächspartnerinnen, die einen zu der Frage bringen, wie konnte die Welt nur so vor die Hunde gehen? SB


Buchcover von "Ein versuch, meine Liebe zu ordnen"  von Christien Brinkgreve. Auf olivgrünem Hintergrund (im unteren Drittel rosafarbenen) ist eine blaue Vase mit rosa, weißen und gelben Blumen zu  sehen. Der Zeichenstil ist klar.


Buchcover "Opernball" von Stefanie Sargnagel. Schwarzer Einband mit einer gezeichneten Frau, die ermüdet am tresen sitzt, neben sich ein Glas mit Sekt, in der linken Hand eine Bockwurst mit Senf


Sara ist schwanger und reist mit ihrer jüngeren Cousine Evi und ihrem Onkel Mats nach Berlin. Er will die Briefe seiner Mutter, die während des Nazi-Terrors mit einem Kindertransport aus Berlin nach Schweden gerettet worden ist, dem Jüdischen Museum übergeben. Alle drei tragen ihren eigenen Rucksack, gefüllt mit transgenerationalen Traumata, Ängsten und Zukunftsvisionen. „Brynhildsen schreibt modern, bewegend und lang nachhallend über die Wirkung von Familiengeschichte auf die nachfolgenden Generationen“ (Trude Teige). SN

Buchcover "Die glücklichste Familie der Welt" von Anna Brynhildsen, Die obere Hälfte ist weiß, darauf in hellem Lachsrot der Name der Autorin. Die untere Hälfte ist rot mit einem gezeichneten Frauenkopf mit dunklen Haaren, brauen Augen und roten Lippen.


Buchcover "Geindbild Frau"  von Ingrid Brodnig". Der Huintergrund ist in preußischblau gehalten, darauf ein orangefarbenes großes F. In dessen oberen Querstrich steht in blau der Name der Autori,n im unteren = mittleren Strich das Wort "Feindbild" im selben Blau wie der Einband. Daruner in Orange das Wort "Frau" sowie der Untertitel



Unser Haus mit der Rutsche

Safia Al Bagdadi erzählt aus dem Leben eines Mädchens aus Saarbrücken, das zwischen und inmitten dreier Kulturen und außergewöhnlichen Eltern ihre Zugehörigkeit sucht. Befremdet und staunend blickt das Kind auf seine sehr französische Mutter und Amir, den Vater, einen aus dem Irak stammenden Geschäftsmann, der wie ein bunter Vogel von Traum zu Traum springt. Das ist interessant und schön und mit einer wunderbar kindlichen Stimme erzählt, wie man sie nur haben kann, solang die Erwachsenenwelt ein Rätsel ist, von dem man nicht weiß, ob man es lösen möchte. Einfach ein sehr weiches, gelungenes Buch.
SB

Buchcover "Unser Haus mit Rutsche" von Safia Al Bgdadi. Auf dem gelbem Hintergrund sieht man Ausschnitte aus einem Pool mit grünlichklarem Wasser. Am Pool sitzt eine Frau, im Pool sind zwei Kinder auf einer Luftmatratze zu sehen.


Buchcover "Trag das Feuer weiter" von Leila Slimani. Der obere Teil des Einbands ist orangefabrne, in der Mitte zeigt ein Schwarzweißfoto eine junge Frau mit dunklen Haaren, zum Zopf gebunden. Ein schmaler Streifen am unteren Ende unter dem Foto ist dunklelachsfarben.

Trag das Feuer weiter


„Trag das Feuer weiter“ ist der dritte und letzte Teil der Familiensaga der Autorin Leïla Slimani. Protagonistin ist Mia, eine erfolgreiche Schriftstellerin, die in Paris lebt. Ihr Brainfog führt dazu, dass sie nach Marokko, in das Land ihrer Kindheit, zurückkehrt, um dort in ihre Vergangenheit einzutauchen und sich mit dem Gefühl der Fremdheit auseinanderzusetzen. Bildhaft und poetisch geschrieben, eine berührende Verbindung zwischen Familie und Fremde, politischen und persönlichen Umbrüchen. KS


Spiel das Spiel

Wie hoch ist der Preis für den sozialen Aufstieg? Kayden lebt mit ihrer Schwester und ihrer Mutter in der Pariser Banlieue. Und sie kann schreiben. Die neue Französischlehrerin Madame Fontaine erkennt ihre Begabung und will, dass sie sich an der Pariser Eliteuni Sciences Po bewirbt. Kayden weiß nicht, ob sie das will. Was sie will ist die Zuneigung ihrer Lehrerin! Daas schreibt über Macht, Klasse, die französische Leistungsgesellschaft, Rassismus, Solidarität und kompromisslose Freund:innenschaften. Für ihr Debüt „Die jüngste Tochter“ erhielt sie den Internationalen Literaturpreis 2021. SN

Buchcover "Spiel dasa Spiel" von Fatima Daas. Weißer Einband mit der Zeichnung eines Frauenkopfs, darüber in Rot der Autorinnenname, unter der Zeichnung der Titel ebenfalls in Rot


Rebecca Spilkers Buchdebüt „Mega“ von 2025 zeugt von dem sprachlichen Vergnügen, das die Autorin mit leichter Hand zu bereiten versteht. In der „100 Seiten“-Reihe des Reclam Verlags lüftet sie ihre Liebe zu, aber auch ihre Kenntnis über das musikalische Genie Prince. So sind diese 100 Seiten eine Verneigung auf unterschiedlichsten Ebenen – und das: eine samtene, unterhaltsame Bereicherung. Pop Life at its best, inklusive Playlist. SB


Buchcover "Zufall ist eine Insel" von Julia Heinfeldt. Im Zeichenstil ist eine karierte Picknickdecke mit zwei Tassen am Strand zu sehen. Links ist das Meer, rechts Strandhafer
Buchcover "Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern"  von Antje Schrupp. Schwarzer Einband, die Schrift ist in Orange und Magenta

Die namenlose Ich-Erzählerin ist Dramatikerin, schreibt gerade ihren ersten Roman und hat einen unbändigen Kinderwunsch. Sie versucht sich von der gescheiterten Beziehung zu ihrem Ex – einem gefeierten Autor – zu erholen. Der für sie zwar gestorben ist, als Gespenst jedoch ständig in ihrem Kopf und System rumspukt. Hat er sie doch hingehalten und ihren Wunsch nach einem Baby ausgesessen – sechs Jahre lang! Tinder und Affären sollen darüber hinweghelfen oder zumindest ablenken. Was nicht so richtig klappt. Schreibblockaden, die tickende biologische Uhr (die Protagonistin hat nur noch einen Eierstock, was den Druck erhöht) und die Wut auf das Patriarchat steigen. Der Titel von Önders schafsinnigen Gesellschaftsroman spielt auf das Hormon „Anti-Müller“ an – das die Fruchtbarkeit einer Frau bestimmt – und auf Andi Müller, jenem Tinder-Trost-Date und attraktiven Schauspieler, den sie nach dem Ende ihre Beziehung datet. Und der natürlich auch kein geeignetes „Vater-Material“, weil unverbindlich, ist. Yade Yasemin Önder schreibt über Schmerz, Wut und den Zwiespalt, in dem ihre Heldin sich befindet: obsessiver Kinderwunsch versus patriarchale Welt und Realität. Önders Sprache gibt die Zerrissenheit ihrer Protagonistin wieder: Wortkaskaden, selbstironisch, wütend, sarkastisch und voller atemloser Sätze und wild sprudelnder Gedanken und Gefühle. SN

Buchcover "Anti Müller" von Yade Yasemin Önder. Vor verwaschenem fliederfarbenem Hintergrund hängt ein fahles Gespenst mit roten Augen und Blutstropfen, die nach hinten fallen

Die Geschichte einer chinesisch-US-amerikanischen Familie umfasst drei Generationen. Es scheint das perfekte Liebesmatch zu sein: Lily Chen begegnet in New York 1999 Matthew, attraktiver Erbe eines Pharma-Imperium. Sie heiraten, bekommen einen Sohn. Jahre später macht sich ihr Sohn Nick auf die Suche nach seinem abwesenden Vater. Er lebt mit seiner Mutter auf einer abgelegenen Insel vor Seattle. Und dann ist da noch Lilys Mutter eine chinesische Wissenschaftlerin, die einst vor Mao in die USA floh. Khong verwebt multiperspektivisch die Geschichte Chinas, Identitätsssuche, Zugehörigkeit, Familie, Gesellschaft und Genforschung zu einem dichten, lebendigen Roman. SN



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Vorgestellt haben Euch die Bücher: KS = Katrin Schwahlen, SN = Sohra Nadjibi, HK = Heike Kleen, SB = Silke Burmester







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