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Palais F*luxx

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Fluxxtisch Nürnberg: Unser Vibe ist unvergleichlich

Susanne Berg vom Fluxxtisch Nrnberg Foto privat

Susanne Berg

Ich bekam schon längere Zeit den Newsletter vom Palais und fand ihn toll! Die Inhalte, die Sprache, die Farben (!), die Stichworte Rausch, Revolte, Wechseljahre und den Vibe, den sie verbreiten und die Initiativen z. B. von Silke und Gesine.

Immer wieder sah ich am Ende des Newsletters die Auflistung „Fluxxtische“ in verschiedenen Städten. Zuerst hatte ich mich gefragt, was denn wohl ein Fluxxtisch sei. Bis mir dämmerte, dass es sich um Stammtische handelte. Ich sah Hamburg, München, Bielefeld usw. Nur keinen in Nürnberg. Da dachte ich: Das müssen wir ändern!

Auf meiner Jahreswechsel-Collage hatte ich viel zum Thema Gemeinschaft, Frauenkreise, Wir-Gefühl, Resonanz zusammengeklebt. Für letztes Jahr hatte ich mir das Netzwerken aktiv vorgenommen. Und im Sommer war gerade kein anderes Netzwerk in Sicht. Also habe ich die Initiative ergriffen. Auf Instagram habe ich einfach Silke angesprochen. Sie hat mir sehr schnell sehr herzlich geantwortet und den Kontakt der Hamburger Kollegin hergestellt, die den ersten Fluxxtisch ins Leben gerufen hatte.

Im September 2025 haben wir uns erstmalig getroffen. Mit ungefähr zehn Interessentinnen auf der Liste und sieben Frauen, die sich real getroffen haben, haben wir angefangen. Seither ist die Zahl unserer Teilnehmerinnen zwar nicht rasend gestiegen. Aber es sind jedes Mal ein bis drei neue Frauen dabei, ich erhalte interessierte Anfragen, und der E-Mail-Verteiler ist auf über 20 Personen angestiegen. Und wir haben eine Gruppe in Signal gegründet.

Bis jetzt bin ich die einzige Initiatorin. Es gab allerdings gleich zu Beginn eine Teilnehmerin, die von einer benachbarten Kulturinitiative der Stadt vorbeischaute und sich Kooperationen vorstellen könnte … Als ich einmal kurzfristig wegen Krankheit nicht zum Stammtisch kommen konnte und in die Gruppe gefragt hatte, ob absagen oder ohne mich treffen, stimmten sie für trotzdem treffen. Sie haben mir dann eine liebe Nachricht mit Bild ans Krankenbett geschickt. Diese Gruppe funktioniert auch einfach mit denen, die kommen. Selbst, wer zum ersten Mal kommt, wird sofort herzlich aufgenommen.

Wir machen meistens eine Art Vorstellungsrunde, die oft schon allein ewig dauert, weil es so unglaublich interessante Lebens- und Berufswege der Frauen gibt. Die Themen des Abends sind bunt gemischt: Mal geht es um Weiterbildungen, mal um aktuelle Projekte, mal um Auslandserfahrungen oder das Leben mit bzw. Kümmern um Kinder, Teenager oder pflegebedürftige Eltern. Was sich durchzieht, sind allerdings die Herausforderungen als Frau im Beruf und eben tatsächlich auch als Frau ab den mittleren Jahren. Auch das Verhalten männlicher Kollegen, das Gefüge im Team usw.

Wir treffen uns im Café Regina in Nürnberg-Gostenhof, einem sehr beliebten, belebten Stadtteil im Westen Nürnbergs an der Stadtgrenze zu Fürth. Der Stadtteil ist geprägt von vielen Kulturen, vielen Cafés und generell viel Kultur, gerade auch von unten. Ich habe dieses Café gewählt, weil es nicht nur gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, sondern auch, weil es von Frauen geführt wird. Mir ist wichtig, Wirtschaftskreisläufe in Frauenhand zu unterstützen. Und es ist einfach sehr schön und gemütlich dort. Bisher hat sich die Mehrzahl der Frauen dafür entschieden, an diesem Ort zu bleiben.

Das Leuchten ist bei uns schon in den Augen und den herzlichen Begrüßungen: Wir haben jedes Mal von der ersten Sekunde an einen ganz besonderen Flow. Die Gespräche werden schnell offen, nahbar und ehrlich. Es ist lustig, es ist ernsthaft, immer neugierig und ermutigend. Diese Atmosphäre ist leuchtend.

Jede von uns verlässt jedes Treffen mit einem besonderen Schwung. Oft gehen noch zwei oder drei Frauen zusammen zur nahen U-Bahn, um noch jede Minute mehr für ein Gespräch zu nutzen. Auch der zunehmende Genuss von Süppchen, Café und neuen Limonaden (Alkohol selten) zeugt von unserer berauschenden Gemeinschaft.

Revoltieren tun wir nicht, wohl aber gehen wir immer bestärkt, ermutigt und mit ganz konkreten neuen Tipps nach Hause. Die eine hat eine neue Adresse für ein Gemeinschaftswohnprojekt, die nächste einen tollen Kulturtipp. Es formen sich neue Ansätze für mittelfristige Lebensziele, es wird zugehört, gelacht, bewundert, sehr aufmerksam nachgefragt. Diese ganz eigene Qualität macht es für uns aus.

Tatsächlich finden wir den Slogan „Rausch, Revolte, Wechseljahre“ so ziemlich alle super klasse! Die Wechseljahre spielen auch immer wieder mal eine Rolle. Eine unter mehreren. Rausch und Revolte siehe oben: Stärke, Achtsamkeit und Lebensfreude sind das Ergebnis des Stammtisches.

Eine zweite Mitinitiatorin wäre nicht schlecht. Vielleicht auch Tipps dazu, wie man zu mehr Teilnehmerinnen kommt. Eine Handreichung, was am meisten zieht oder Erfolg bringt. Ich könnte mir auch gut ein paar konkrete Ziele oder Aktionen vorstellen, bei denen die Frauen je nach persönlichen Ressourcen mitmachen können.

Frauen sollten bei unserem Fluxxtisch mitmachen, weil Netzwerken notwendig, wichtig und hilfreich ist. Weil sich Frauen bestärken und verbünden müssen. Weil der Vibe bei uns einfach unvergleichlich ist. Denn es sind wirklich großartige Frauen beim Stammtisch. Mit ihnen Zeit zu verbringen bringt Freude und macht den Kopf weit.

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