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Palais F*luxx

Online-Magazin für Rausch, Revolte, Wechseljahre

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Tatsachenreport

Frauen berichten, wie der Sex bei ihnen war

Besondere Begegnungen


Das neue Jahr ist wenige Tage alt, der Weihnachts- und Silvesterstress liegt hinter mir. So bin ich einerseits entspannt, als sein Zug in den Bahnhof einfährt, andererseits vibriert alles in mir – denn zu den Tagen, die mir immer im Gedächtnis eingebrannt bleiben, gehören die, an denen ich ihn treffe. Jeweils in einer großen Stadt, zwei-, dreimal im Jahr, seit vielen Jahren. Unter meinem Mantel trage ich ein Kleid und halterlose Strümpfe, sonst nichts. Ich warte am Bahnsteig – diesmal bin ich vor ihm angekommen.
Menschen strömen an mir vorbei. Sein Lachen, als er mich sieht. Unsere Umarmung, fest und vertraut, voll froher Erwartung. Wir laufen zum Ausgang, tauschen Neuigkeiten aus. Er zeigt mir die neuesten Fotos seiner Familie – wie groß seine Kinder geworden sind! Meine Kids sind älter, ich berichte von ihren beruflichen Wegen und von den aktuellen Plänen meines Mannes und mir. Die Vertrautheit zwischen uns ist umfassend. Auf dem Weg zum Hotel machen wir Stopp in einem Café, reden über unsere Lebenswelten und es fühlt sich an, als hätten wir uns vergangene Woche erst getroffen. Dann setzen wir unseren Weg fort. Ich flüstere ihm zu, dass ich keinen Slip anhabe, wie sehr ich ihn begehre … er zieht mich an sich, ich spüre seine harte Lust in der Hose, wir wechseln einen tiefen Blick und erreichen unser Hotel.

Ein Zimmer wie schon viele andere, und doch machen wir es wieder zu unserem Ort. Wir küssen uns erstmals seit Monaten, unsere Lippen und Zungen dürfen sich nun treffen und erzählen sich einmal mehr die vertraute, verrückte Geschichte unseres Begehrens, unserer Leidenschaft. Ich spüre seine gewaltige Lust auf mich, er fühlt mein unermessliches Begehren nach ihm. Jedes Mal werden wir von Neuem überwältigt von dieser Intensität. Er schiebt seine Hand zwischen meine Beine, taucht seine Finger in mich, lässt sie kreisen, erst leicht und spielerisch, dann fordernder … Ich öffne seine Hose, nehme seine harte Männlichkeit in die Hand … wie gut sich das anfühlt, wie lange ich darauf gewartet habe! Langsam, genüsslich ziehen wir uns gegenseitig aus, sinken auf das Bett. Er widmet sich mir und meinem Körper mit einer unfassbaren Hingabe, liebkost jeden Zentimeter meiner Haut, wühlt zärtlich durch meine Haare, küsst meinen Nacken, meine Brüste, meinen ganzen Körper …

Unsere Erregung steigt und steigt … ich öffne weit meine Beine, er küsst erst meinen Nabel, dann spüre ich seine Zunge tief in meinem Schoß … es durchzuckt mich wie ein Stromstoß, meine Lust nimmt immer weiter zu, breitet sich in meinem Unterleib aus. Und ich fühle auch, wie sehr er es genießt, mich mit dem Mund zu nehmen, wie seine eigene Erregung zunimmt … meine Muskeln im Beckenboden ziehen sich rhythmisch zusammen, als der Rausch der Lust mich überwältigt.
Ich ziehe ihn hoch zu mir, widme mich nun seiner zum Bersten harten Lust mit dem Mund … Ich liebe es, ihn auf diese Weise wahnsinnig zu machen, ihn zu riechen, zu schmecken, ihn stöhnen zu hören. Unser Sex hat auch diesmal kein Skript, keine Alltäglichkeit – wahrscheinlich macht es das so besonders. Es ist alles spielerisch, wir probieren vieles aus, nehmen uns Zeit, wollen jede Sekunde unsere Lust gebührend genießen … er weiß genau, was mich erregt, und ich weiß das von ihm. Ich darf ihm mein Begehren unverblümt schildern, er sagt mir ohne Scheu, was ihn anmacht. Das macht einen großen Teil dieser magnetischen Anziehung aus. Wir wissen, was für ein Geschenk es ist, dies zu erleben.
Ich drehe mich um, er dringt von hinten in mich ein, erst langsam und zärtlich, dann immer fester und fordernder stößt er mich, wir geben uns dem Rausch hin, stöhnend … er weiß genau, was mich um den Verstand bringt, ich fühle ihn plötzlich nicht nur in mir, sondern auch seinen nassen Finger an meiner Klit … das ist betörend. Ich spüre, wie er kommt …

Danach sinken wir erst mal in die Kissen, voller Glück, dass wir unsere Sexualität miteinander so umfassend ausleben können – auch wenn das, was wir tun, nicht der gesellschaftlichen Konvention entspricht. Wir reden über unsere Fantasien. Darüber, dass wir gerne einmal ein Erlebnis zu dritt, mit einer erotisch aufgeschlossenen, intellektuellen Frau wagen würden, die ebenfalls ein Abenteuer und eine Erweiterung ihres sexuellen Horizonts sucht. Wir stellen uns vor, wie sich die Leidenschaft, die sich für uns zu zweit schon so potenziert, wohl zu dritt anfühlen würde … Wir sind uns einig: Das wäre sicher ein unvergessliches, intensives Erlebnis, doch die erotische, prickelnde Stimmung, das Kennenlernen vorher wäre fast wichtiger als der Akt an sich. Wir stellen uns vor, eine Anzeige aufzugeben, und formulieren einen Text: „Anregende Stunden zu dritt: Berliner Sie (56) und Zürcher Er (54), verheiratet, aber nicht miteinander, attraktiv und kultiviert, mit Humor, Herz und Hirn, suchen nette, neugierige, reife, sinnliche Sie (bis 165 cm groß) für gelegentlichen geistigen und erotischen Austausch im Raum HH oder HB. Bei Interesse freuen wir uns über eine Zuschrift an berlin[Unterstrich]zuerich@gmx.de.“

Wir lachen, schauen uns an, sind uns so nah – ja, das werden wir machen. Durch den Austausch unserer Fantasien haben wir nun wieder Feuer gefangen, küssen uns leidenschaftlich, bevor wir uns noch einmal aneinander laben – inniger, näher noch als beim rauschhaften ersten Mal nach dem Wiedersehen. Danach folgen wir unserer Tradition und gönnen uns ein entspanntes Essen in einem Restaurant. Tja – und dann wird es Zeit, wieder aus unserer Zeitkapsel aus- und in die Züge einzusteigen, die uns wieder in unser jeweiliges Leben bringen.

Der »Sex der Woche« wird anonym veröffentlicht. Wenn Du erzählen möchtest, wie es bei Dir kürzlich war, mail uns (mit Angabe Deines Alters) unter: text@palais-fluxx.de.
Und: Schick uns Deine drei liebsten Sex-Songs für die Playlist!
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Die Playlist zum „Sex der Woche“


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